deutsche Komplettübersetzung (2006-2008) basierend auf der Übersetzung in englische Verse (1870-1874) von Ralph Thomas Hotchkin Griffith (1826-1906)
Lob des Valmiki, Vogel des bezaubernden Gesanges, der sich auf die höchsten Zweige der Poesie schwingt und so süß und klar und unerschütterlich Rama, ja Rama, in seiner todlosen Ruhe besingt.
Wo atmet der Mensch, der diesen Gesang von Valmikis Zunge strömen hört und dessen Füße dabei nicht die Seligkeit des Pfades spüren, wenn Ramas Herrlichkeit vom Heiligen besungen wird?
Der Strom Ramayan verläßt seine heilige Quelle, um die ganze Welt von Sünde und Befleckung zu befreien. Der Prinz der Einsiedler ist der Mutterberg. Der herrliche Rama ist die liebliche See.
Seligkeit ihm, dessen Ruhm für immer scheint! Heil sei ihm, Prachetas heiligem Sohn! Dessen reine Lippen mit immer neuer Freude aus dem Meer des Nektars der Taten Ramas trinken.
Heil Dir, Erster Asket, so fromm, gut und freundlich! Heil dir, Heiliger Valmiki, Herr einer jeden Tradition! Heil dir, heiliger Eremit, sanft und rein im Geiste! Heil dir, Erster aller Barden, Valmiki, heil und nochmals heil!
| • | Englische Textvorlage Buch 1-6: RÁMÁYAN OF VÁLMÍKI - RALPH T. H. GRIFFITH, [1870-1874] (www.sacred-texts.com) |
| • | Englische Textvorlage Buch 7: THE RÂMÂYANA - Manmatha Nath Dutt - Komplettausgabe 1892-94 (erstmals erschienen) und der Verlag meiner Ausgabe: Eastern Book House, Rajendra Nagar/Patna, Nachdruck von 1987 |
| • | Ergänzungen mit freundlicher Genehmigung aus: Hari Prasad Shastri - The Ramayana of Valmiki - Verlag Shanti Sadan 1953 (erstmals erschienen) und meine Ausgabe ist ein Nachdruck von 2006 |
| • | Bilder, mit freundlicher Genehmigung: goloka.free.fr |
| Einige Stammbäume auf der Basis der vorliegenden Übersetzung des Ramayanas gibt es hier als PDF. | |
| Eine Landkarte mit den Orten des alten Indiens und der langen Reise von Rama, Lakshmana und Sita findet sich hier (mit freundlicher Genehmigung von Jijith Nadumuri Ravi). |
Vor einigen Jahren kam ich mit den großen Epen der Inder in Kontakt, war neugierig und zunehmend begeistert. Doch in deutscher Sprache findet man "nur" gekürzte Nacherzählungen oder einzelne, übersetzte Episoden aus den großen Werken, so daß mein Drang nach mehr mich über kurz oder lang zu den englischen Übersetzungen von Ramayana und Mahabharata führte. Die Freude an Tiefe und Weisheit dieser Dichtungen (und ehrlicherweise auch eine Unmenge an zur Verfügung stehender Zeit) ließen mich vorerst zögerlich, doch dann stetig die Übersetzung des Ramayana beginnen, und siehe da: Es war ein guter Weg.
Die vorliegende Übersetzung basiert überwiegend auf der sehr schönen,
poetischen und erstaunlich genauen Vorlage von Griffith. Auch, weil dies die
einzige, fast komplette Übersetzung war, die mir am Anfang dieses Weges zur
Verfügung stand... Später erstand ich noch die Übersetzungen von M.N.Dutt und
H.P.Shastri, welche mir gute Dienste bei Buch 7 und dem allgemeinen Verständnis
schwieriger Textstellen leisteten. Aber eigentlich ist das "mit dem
Verstehen von schwierigen Texten" gerade maßlos übertrieben, denn wenn
mir etwas beim Übersetzen des Ramayana bewußt geworden ist, dann, daß dieses
Werk sehr, sehr tief und vielschichtig und mit logischen Gedanken allein kaum zu
erfassen ist. Und ich bin mir bewußt, daß es vielleicht "mehrere
Leben" braucht, um tiefer in solche Weisheit einzudringen, als es mir im
Augenblick möglich ist. Also vergebt mir schwankende Tagesformen und vielleicht
noch so manchen Fehler, der auch nach der zweiten Überarbeitung des Textes
unentdeckt blieb. Falls ihr beim Lesen noch grobe Schnitzer findet, dann
schreibt mir bitte.
Doch nun wünsche ich viel Freude an der großartigen Geschichte von Rama und Sita, Hanuman
und Ravana, und dem ewigen Kampf des menschlichen Geistes, der ihm in diesem
Leben wohl zugedacht ist...
Für private Zwecke kann diese Übersetzung beliebig genutzt werden. Bei kommerzieller Nutzung, wäre es edel, mich zuvor zu fragen.
Mit besten Grüßen,
Undine Weltsch
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Stand: 18.06.2011
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