Pushpak Ramayana Buch 7Zurück WeiterNews

Canto 109 - Valmiki führt Sita vor Rama

Am nächsten Morgen war Rama auf dem Opferplatz anwesend und schickte nach all den Rishis, die für lange Zeit Buße getan hatten. Vasishta, Vamadeva, Javali, Kasyapa, Vishvamitra, Durvasa, Pulastya mit der schweren Askese, Salastri, Vargava, der langlebige Markandeya, der berühmte Madgalya, Gargya, Chyavana, der religiöse Satananda, der strahlende Varadwaya, Agnis Sohn Vasuprava, Narada, Parvata, der große Gautama und die anderen Asketen der festen Gelübde versammelten sich mit ahnungsvollem Geist. Es kamen auch die mächtigen Rakshasas und alle Affen voller Neugier. Außerdem drängten sich preisend tausende und aber tausende Kshatriyas, Vaisyas, Sudras und Brahmanen von verschiedenen Teilen des Landes, um Sitas Prüfung beizuwohnen. Nachdem jeder einen Platz gefunden hatte, saßen alle bewegungslos wie Berge. Dann kam Valmiki eilends herbei, dieser Beste der Asketen, und führte Sita mit sich. Ihr Gesicht war zu Boden geneigt, die Hände gefaltet, und mit tränengefüllten Augen meditierte sie über Rama, als sie dem Rishi folgte und vor die Versammlung trat. Da erhob sich lauter Tumult voller Lob und Trauer, als die Versammlung Sita dem Valmiki folgen sah, wie Sruti Brahma folgt. Unter den Besuchern gab es welche, die Rama verherrlichten, andere lobten Sita, und wieder andere priesen beide. Dann wandte sich Valmiki mit Sita an seiner Seite an Rama: "Oh Sohn des Dasaratha, aus Angst vor Verleumdung hast du sie nahe meiner Einsiedelei ausgesetzt, obwohl Sita rein ist und den Pfaden der Moral folgt. Oh Rama mit den strengen Gelübden, du fürchtetest die Kritik des Volkes. Sita ist willens, ihre Reinheit zu beweisen, um die Verleumdungen der Öffentlichkeit zu entkräften. Gewähre ihr dies mit Mitgefühl. Und ich spreche die Wahrheit, oh Rama, daß diese unbezähmbaren Zwillingsbrüder deine Söhne sind, oh Nachfahre des Raghu. Ich bin der zehnte Sohn des Pracheta, und so kommt eine Unwahrheit nicht einmal in meinen Geist. Ich kenne die Wahrheit - diese Zwillinge sind deine Söhne. Ich habe harte Buße für viele tausend Jahre geübt. Und ich schwöre nun vor dir, wenn Sita für von Sünde berührt befunden wird, werde ich nicht die Früchte meiner tausendjährigen Askese ernten. Nie zuvor habe ich ein Verbrechen begangen, weder in meinem Geist, noch mit meinem Körper oder mit Worten. Wenn Sita sich als sündenlos erweist, nehme ich die Früchte meiner Frömmigkeit an. Oh Nachfahre des Raghu, ich fand Sita rein im Geiste und in den fünf Elementen des Körpers, als ich sie in jenem Frühling im Walde bei mir aufnahm. So wird Sita mit reinem Wandel, ohne alle Sünde und immer ihren Ehemann als Gott betrachtend heute ihre Aussage machen. Du warst besorgt wegen der öffentlichen Verleumdungen. Oh Sohn eines Königs, als dein Geist von Furcht um einen öffentlichen Skandal besessen war, hast du Sita mit dem reinen Charakter verstoßen, die dich immer als Gott verehrt hat. Ich weiß darum wegen meiner Weitsicht."


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