Pushpak Ramayana Buch 7Zurück WeiterNews

Canto 121 - Ramas letzte Befehle

Die von Rama ausgesandten und flink eilenden Boten erreichten schnell Mathura. Sie reisten drei Tage und Nächte ohn Unterlaß und erzählten Shatrughna die Neuigkeit. Sie informierten ihn von der Verstoßung Lakshmanas, von Ramas Versprechen und der Folgsamkeit der Bürger und sprachen weiterhin: "Der kluge Rama hat Kusha die geräumige Stadt Kushavati am Fuße der Vindhya Kette zugewiesen. Und die Stadt Sravanti ist dem Lava übergeben. Rama und Bharata, die mächtigen Wagenkrieger, sind entschlossen, in den Himmel zu reisen, und entvölkern damit Ayodhya." Nach dieser schnellen Botschaft verstummten die Boten vorerst, um dann Shatrughna zur Eile zu mahnen. Als er das Ende seiner Generation vor Augen hatte, rief Shatrughna seine Untertanen und Priester zusammen und informierte sie über alles, auch, daß seine eigene Zerstörung und die seiner Brüder bevorstand. Dann beschloß Shatrughna, seinen beiden Söhnen das Königreich zu übergeben. Er setzte Suvahu auf den Thron von Mathura, und Shatrughati wurde König von Vidisha. Dann bestieg der große Held Shatrughna seinen Wagen und fuhr nach Ayodhya. Dort erblickte er Rama in seidener Kleidung so brennend wie Feuer inmitten der Asketen. Seiner Pflichten gewahr grüßte er Rama und sprach fromm und mit gefalteten Händen: "Ich habe meinen beiden Söhnen die Herrschaft über mein Königreich übertragen. Ich bin entschlossen, dir zu folgen, oh König. Oh Held, befiel mir nichts anderes. Ich bete nur darum, daß ich deinem Befehl nicht widersprechen muß." Rama verstand den festen Entschluß seines Bruders und stimmte zu. Unmittelbar nachdem Rama zugestimmt hatte, erschienen Rakshas, Affen und Bären, welche ihre Gestalt nach Belieben ändern konnten, und versammelten sich. Von Ramas Absicht, in den Himmel einzugehen, informiert, kamen die von Himmlischen, Rishis und Gandharvas geborenen Affen mit Sugriva an der Spitze zu ihm. Sie alle sprachen: "Oh Rama, du Bester aller Menschen, wenn du in den Himmel gehst und uns verläßt, dann wird Yamas Keule auf uns alle fallen." Und grüßend sprach der mächtige Sugriva: "Herr der Menschen, ich habe Angad auf den Thron gesetzt und kam hierher. Ich bin entschlossen, dir zu folgen, oh König." Rama antwortete auf die Worte der Affen, daß ihr Wunsch erfüllt werde. Dann sprach er zu Vibhishan, dem König der Rakshasas: "Solange Menschen atmen, du höchst mächtiger Herr der Rakshasas, sollst du deinen Körper in Lanka bewahren. Solange Mond, Sonne und Erde existieren und meine Geschichte lebt, soll dein Königreich bestehen. Aus Freundschaft führtest du meine Befehle aus und wirktest meine Taten. Regiere fromm über deine Untertanen. Was soll ich weiter sagen, oh höchst mächtiger Herr der Rakshasas. Ehre Jagannath (den Herrn der Erde), die führende Gottheit des Ikshvaku Geschlechts." Nach diesen Worten zum immer folgsamen Vibhishan, sprach Rama zu Hanuman: "Es ist vereinbart, daß du für immer leben wirst. Achte nun dein Versprechen. Solange, wie meine Geschichte in dieser Welt gegenwärtig ist, lebe du auf meinen Befehl hin glücklich." Hanuman freuten diese Worte sehr, und er antwortete: "Solange die heilige Weise in dieser Welt ist, werde ich hier leben und deine Befehle ausführen." Dann sprach er zu Jambavan, Brahmas Sohn, Mainda, Dwivida und fünf anderen in seinem Gefolge: "Solange das Kali Yuga währt, sollt ihr alle leben." Und schließlich sprach Rama zu den restlichen Bären und Affen: "Kommt alle mit mir."



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