Pushpak Ramayana Buch 7Zurück WeiterNews

Canto 106 - Valmiki gebietet Kusha und Lava, das Ramayana vorzutragen

Zu diesem unvergleichlichen Opferfest kam auch der berühmte Valmiki mit seinen Schülern. Die ihm folgenden Rishis bestaunten dieses wunderbare Opfer, welches einem Götterfest glich, und bauten sich bezaubernde Hütten an einem abgelegenen, doch nahen Platz. In die besonders hübsche Hütte von Valmiki stellten sie ihren schönen Körbe voller Früchte und Wurzeln. Dann sprach Valmiki zu seinen Schülern Kusha und Lava: "Singt ihr achtsam und entzückt das ganze Ramayana in diesen höchst heiligen Einsiedeleien der Rishis, in den Häusern, in denen ständig das Feuer von den Brahmanen bewahrt wird, in den Straßen und Palästen, am Tore von Ramas Haus, rund um den Opferplatz und vor den Opferpriestern. Ernährt euch von den süßen Früchten vom Gipfel des Berges nahe unserer Einsiedelei und singt das ebenso süße Ramayana. Wenn ihr nach dem Essen dieser süßen Früchte mit dem Singen beginnt, werdet ihr keine Müdigkeit spüren und das Maß nicht vergessen. Falls Rama, der Herr der Erde, euch einlädt, das Ramayana vor ihm zu singen, dann folgt dem furchtlos in bestem Klang und Wort vor den versammelten Asketen. Singt mit euren lieblichen Stimmen an einem Tage zwanzig Kapitel von den vielen, vielen Slokas, die ich im Ramayana gedichtet habe. Kümmert euch nicht um Reichtümer. Welchen Wert hat Reichtum für einen Asketen, der beständig von Früchten und Wurzeln lebt? Falls Rama euch nach eurem Vater befragt, dann möget ihr sagen: Wir sind beide Schüler des hochbeseelten Valmiki. Oh Kusha und Lava, singt in rechter Weise das liebliche Lied mit der bezaubernden Murchana (Tamburin) und von den süßen Klängen der Vina (Laute) begleitet. Bevor ihr mit dem Lied beginnt, mißachtet den König nicht und verneigt euch ehrfürchtig. Denn auf geistige Art ist der König unser aller Vater. Daher singt freudig und mit gesammeltem Geist am frühen Morgen das Lied mit süßen Stimmen und der begleitenden Musik der Saiteninstrumente." So gab der großzügige und große Asket Valmiki, der Sohn des Pracheta (Varuna), seine Ratschläge und verstummte. Kusha und Lava sprachen: "Dies werden wir tun.", folgten seinen Worten und machten sich auf den Weg. Wie die beiden Aswins den sittlichen Lehren des himmlischen Shukra folgen, so bewahrten die beiden Prinzen die wunderbaren Ratschläge des Valmiki in ihrem Geist und verbrachten die Nacht mit offenen Herzen.


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