Pushpak Ramayana Buch 6Zurück WeiterNews

Canto 121 - Dasaratha

Dann sprach Maheshvar (Shiva) zu Rama: "Oh starkarmiger Held mit den Lotusaugen, du Bester von denen, die das Rechte lieben, du hast deinen wunderbaren Kampf edel gekämpft. Das Verhängnis, welches sich über die zitternde Erde und den Himmel ausgebreitet hatte, ist von dir zerstreut worden und geflohen. Die Welten frohlocken in Licht und Glückseligkeit und preisen dafür deinen Namen, oh Anführer. Nun gib Bharatas Herz seinen Frieden wieder und bitte Kausalya, nicht länger zu weinen. Laß Königin Kaikeyi dein Antlitz schauen, und auch die zärtliche Sumitra soll dich betrachten. Erfülle das Sehnen deiner Freunde und empfange das Königreich deines Vaters. Laß die von der sanften Sita geborenen Söhne das alte Geschlecht der Ikshvakus zieren. Richte, aller Feinde und Sorgen befreit, das Pferdeopfer aus und erschöpfe mit frommen Opfern deinen Reichtum. Und wenn du dann das Heim der Götter erreichst, wirst du deinen Vater, den glorreichen König, wiedersehen, wie er unter den Gesegneten im Himmel weilt. Er kommt daher, wo die Unsterblichen wohnen. Grüße ihn, denn er liebt dich sehr."

Der Sohn des Raghu befolgte seinen Befehl und ehrte den Herrn, der hoch droben über einem Wagen stand und in wunderbarem Licht schon von weitem erstrahlte. Seine Glieder waren in glänzende Kleider gehüllt, auf denen kein Fünkchen Staub ruhen konnte. Als Dasarathas Augen auf den vielgeliebten Sohn fielen, da zog er den Helden an seine Brust und sprach in sanften Worten zu ihm: "Die himmlische Glückseligkeit war mir keine Freude, da diese Augen meinen Rama vermißten. Zwar hatten mich die Weisen und Heiligen hoch droben aufgenommen, doch meine Gedanken weilten bei deinen Leiden, mein Sohn. Kaikeyis Betrug habe ich nie vergessen. Ihre grausamen Worte, die dich in den Wald wandern ließen, weit weg von der Heimat und mir, verfolgten mich die ganze Zeit. Doch nun, wenn ich in eure lieben Gesichter schaue und euch in zärtlicher Umarmung halte, ist mein Herz voller Freude, denn ich sehe meine geliebten Söhne außer Gefahr. Nun erkenne ich, was die Götter planten, und wie die Macht von Purushottam (das Höchste Wesen) in Ramas Gestalt eingehüllt wurde, damit er den Tyrannen der Welten töte. Ach, wie wird sich Kausalya freuen, wenn sie die Stimme ihres Lieblings wieder hört, und nachdem all die erschöpfenden Wanderungen vorüber sind, noch einmal dein Gesicht anschauen kann. Gesegnet, ja für immer gesegnet sind die, deren Augen endlich den glorreichen Tag deiner frohen Rückkehr sehen werden, wenn dein Anteil an Anstrengung und Verbannung vorbei ist. Nun Ayodhyas Herr, beginne deine Herrschaft, und gewinne dir Tag für Tag neuen Ruhm."

Er schwieg und Rama erwiderte ihm: "Verweigere mir nicht diese eine Gunst, oh Herr. Diese hastigen Worte, der Fluch, der im Zorn über deine Lippen kam: 'Kaikeyi, sei nicht länger mein. Ich verstoße dich und die Deinen.' Oh Vater, laß kein Elend über sie und die Ihren kommen. Nimm den Fluch zurück." Der Vater antwortete: "Ja, sie soll aller Sünden losgesprochen leben, wenn du es willst." Dann schlang er seine Arme um Lakshmana, und sprach von Liebe bewegt noch einmal: "Dir gehört ein großer Vorrat an Verdienst und hell erstrahlt deine Herrlichkeit. Sichere deines Bruders Gnade auf Erden, und der Himmel wird dein Platz sein. Gehorche und fürchte deinen glorreichen König, denn ihm sind die dreifachen Welten lieb. Götter, Heilige und Weise, von Indra geführt, beugen vor Rama ehrfürchtig ihre Häupter und entziehen niemals dem hochbeseelten Herrn ihre Verehrung und ihr Lobpreisen. Er ist das Herz der Götter, er ist der Höchste und der Eine, der niemals aufhören wird zu sein."

Dann schaute er auf Sita und lächelte: "Hör auf meine Worte, liebes Kind. Laß deine zarte Brust keine schleichende Spur von Zorn oder Schmerz unterhalten. Als deine Treue vom Feuer bewiesen ward, wurde sein Wille durch Liebe zu dir bewegt. Die wilde Flamme hat deine Redlichkeit erklärt, welche nicht vor dem schrecklichen Test zurückschreckte. Und du, wirst in jedem Herzen als die Beste der Frauen leben." Er verstummte, verabschiedete sich von den Dreien und flog jubelnd zum Himmel auf.


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