Pushpak Ramayana Buch 6Zurück WeiterNews

Kapitel 84 - Vibhishans Plan

Während Rama von seinem ihm zugetanen Bruder Lakshmana getröstet wurde, kontrollierte Vibhishana seine Truppenaufstellung. Dann kam er in Begleitung von vier Helden mit verschiedenen Waffen, welche wie dunkle Wolken oder Führer von Elefantenherden aussahen. Indem er sich dem von Kummer überwältigtem hochbeseelten Raghava näherte, sah er die Affen mit Tränen in den Augen. Auch erblickte er den hochbeseelten Raghava, die Freude des Ikshvaku Geschlechts, betäubt vor Trauer im Schoße Lakshmanas liegen. Und den Rama am Boden zerstört und mit entfachtem Kummer betrachtend, sagte Vibhishana mit innerstem Schmerz: "Was ist passiert?" Daraufhin sprach Lakshmana, das Gesicht Vibhishanas und aller Affen anstarrend, mit tränenüberfluteten Augen folgende schwere und gräßliche Worte: "Oh du Gelassener, nachdem er von Hanumans Lippen gehört hatte, daß Sita von Indrajit ermordet wurde, ist Raghava ganz betäubt." Als Sumitras Sohn solcherart sprach, wandte sich Vibhishana an den erstarrten Rama, ihn mit bedeutungsvollen Worten vor Schlimmem bewahrend: "Oh König, alles, was Hanuman dir elendbeladen erzählte, scheint mir so völlig unmöglich zu sein, wie das Austrocknen des Ozeans. Ich kenne die Absichten des gottlosen Ravana bezüglich Sita, oh du mit den mächtigen Armen. Er wird sie niemals töten. Als ich sein Wohl im Sinne hatte, bat ich ihn viele Male: 'Laß Vaidehi gehen!', doch er hörte nicht auf meine Reden. Weder durch Versöhnung, noch durch Geschenke oder Streit - und was ist Krieg? - noch durch irgendwelche anderen Mittel ist man fähig, Sita auch nur anzusehen. Nachdem er die Affen verwirrt hatte, kehrte Indrajit zurück. Oh du mit den mächtigen Armen, erkenne sie als eine Illusion der Tochter Janakas. Er geht heute zum Opferplatz Nikumbhila und wird dem Feuer seine Gaben darbringen. Dann wird sich ihm die Gottheit des Feuers mit Vasava und anderen Gottheiten zeigen. Und danach wird Ravanas Sohn unbesiegbar im Kampf sein. Unzweifelhaft hat er diese Illusion zur Täuschung erschaffen, so daß er dort nicht vom Heldenmut der Affen gestört wird. Wir werden dorthin gehen, bevor er sein Opfer beendet hat. Oh Bester der Männer, schüttle die vergebliche Sorge ab, die dich überkam! Wenn sie dich von Schmerz gepackt sehen, ist das ganze Heer mutlos. Steh auf mit beruhigtem Herzen und sammle deine Kräfte. Schick Lakshmana mit uns als den Besten unserer Kräfte. Dieser Hervorragendste der Männer wird mit seinen scharfen Pfeilen Ravanas Sohn dazu bringen, seine Riten aufzugeben, und nur dann wird es für uns möglich sein, ihn zu schlagen. Seine schneidenden und scharfen Pfeile, welche erfolgreich und schnell durch Vogelfedern wurden und daher grimmige Vögel darstellen, werden sein Blut trinken. Und da heute keine Zeit verloren gehen darf, sende Lakshmana unverzüglich zur Zerstörung des Feindes, wie Mahendra seinen Donner schickt, um die Zerstörung der Feinde der Unsterblichen zu besorgen. Wenn Indrajit seinen Ritus beenden kann, wird er unsichtbar für Himmlische und Asuras sein. Und wenn er dann nach Beendigung seines Opfers kämpft, werden selbst die Himmlischen in großer Gefahr sein."

(In Kapitel 85 wiederholt Vibhishana seine Worte - "...Wenn du den Wald Nikumbhila nicht erreicht hast und deine Opfergaben fürs Feuer nicht vollendet wurden, dann wirst du bewaffnet von deinem Feind getötet, oh Feind des Indra. Dies ist dein Tod." So bestimmte es der Herr aller Wesen dem Indrajit..." - dem immer noch verwirrten und sich erst langsam erholenden Rama. Endlich findet jener seine Stärke wieder und bittet Lakshmana und die ganze Armee mit Hanuman, Vibhishana und Jambavan zum Nikumbhila Hain zu gehen und Indrajit und seine Titanenarmee zu bekämpfen. Was jene sofort tun.)

(In Kapitel 86 instruiert Vibhishana den Lakshmana wie folgt: "Beginne du ohne Verzögerung den Kampf zwischen dieser wolkenschwarzen Rakshasa Armee, die du dort siehst, und den mit Felsen bewaffneten Affen. Oh Lakshmana, bemühe dich, durch die Reihen seiner (Indrajits) Armee zu brechen. Denn wenn die Reihen durchbrochen sind, wird der Sohn von Ravana sichtbar..." Der Kampf beginnt. Die Affen, allen voran Jambavan und Hanuman, setzen den Titanen mächtig zu und Indrajita erhebt sich zur Schlacht, ohne sein Opfer beendet zu haben, als er erfährt, daß seine Truppen an Boden verlieren. Er besteigt seinen Wagen und fügt nun seinerseits dem Affen- und Bärenheer gewaltige Verluste zu. Als sich ihm Hanuman in den Weg stellt, zeigt Vibhishana dem Lakshmana seinen Gegner und ermahnt ihn erneut, Indrajit mit seinen Pfeilen zu töten.)


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